Nordsee-Zeitung, Mittwoch, 15. April 2026 · Jens Gehrke
Er steht für frischen Wind
OB-Kandidat Dr. Gerrit Mesch stellt sich vor – Qualifizierter Fachmann mit Bremerhaven-Kenntnis
Zeitungsartikel als PDF (öffnet in neuem Tab)
Bremerhaven. Dr. Gerrit Mesch hat sich für die Stelle des Oberbürgermeisters in Bremerhaven beworben. Der Volljurist verbindet profunde Kenntnisse in der Schifffahrt, der Lehre und in der IT. Der 42-Jährige möchte frischen Wind und wirtschaftlichen Aufschwung in die Stadt bringen.
Dr. Gerrit Mesch hat einen Lieblingsort in Bremerhaven: die Deichpromenade vor dem Sail-City-Hotel. Der Blick auf die Weser bei einem Spaziergang hat es ihm angetan. Dort weht meist ein frischer Wind – und diesen möchte der 42-Jährige auch als Oberbürgermeister nach Bremerhaven bringen. Deswegen zählt er zu den verbliebenen 26 Bewerbern auf die Stelle des Bremerhavener Oberbürgermeisters; er hat seinen Hut in den Ring geworfen, obwohl klar ist, dass die SPD sich schon im Vorfeld auf einen anderen Kandidaten festgelegt hat.
Der Jurist kennt sich in Schlüsselbranchen aus
Mesch, dessen Lebensmittelpunkt in der Nähe von Oldenburg liegt, weiß, dass er sich nicht zu verstecken braucht. Der Volljurist und Rechtsanwalt ist reich an Qualifikationen und hat die Situation in Bremerhaven für sich genau analysiert. Mit seiner juristischen Expertise war er sowohl bei Unternehmen in der Schifffahrtsbranche als auch der Informationstechnologie tätig. An der Hochschule Leer lehrte er als Dozent. Mesch tritt als überparteilicher und unabhängiger Kandidat an, steht allerdings für liberale Werte und somit der FDP nahe. „Ich glaube, der Stadt tut es gut, wenn jemand von außen Oberbürgermeister wird, jemand, der einen unvoreingenommenen Blick hat, der nicht in Seilschaften gebunden ist“, erklärt Mesch. „Ich möchte frischen Wind reinbringen.“
Zu den dringlichsten Aufgaben in Bremerhaven zählen für ihn, die Wirtschaft zu stärken und gute Arbeitsplätze zu schaffen. Rund um den Hafen gebe es ein starkes Potenzial, Firmen in die Region zu locken und auch in Kooperation mit der Hochschule Bremerhaven Start-ups zu fördern. Parallel dazu möchte er die Verwaltung verschlanken, digitalisieren und bürgerfreundlicher sowie serviceorientierter aufstellen, etwa wenn es um Bauanträge gehe. Das papierlose Büro sei das perspektivische Ziel. Überdies traue er sich zu, Beschlüsse und Satzungen rechtssicher auf den Weg zu bringen: Das sei in Bremerhaven des Öfteren in der Vergangenheit nicht gelungen.
Mesch möchte eine Finanz- und Haushaltspolitik verfolgen, die der Stadt zu einem gesunden Haushalt und Schuldenabbau verhilft. „Dabei möchte ich, dass eine größtmögliche Transparenz über alle Vorgänge hergestellt wird“, betont Mesch. Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger soll durch weitere – auch digitale – Beteiligungsformate gestärkt werden.
Sachorientiert und frei von Ideologien
„Mein Stil soll sachorientiert und unideologisch sein, ich lege Wert auf klare Zielvereinbarungen“, fügt der 42-Jährige noch hinzu. Seine engen Bindungen in die USA und zur Schifffahrtsbranche seien in Bremerhaven sicherlich hilfreich. „Mir ist einfach wichtig, dass es bei der Wahl eine echte Alternative gibt. Das ist doch der Kern der Demokratie.“
Mesch wird sich am 20. oder 21. April den Mitgliedern des Ausschusses für Verfassung und Geschäftsordnung in einem 15-minütigen Pitch vorstellen dürfen. Dabei will er die Hoffnung, die Mehrheit der Stadtverordneten am 7. Mai von sich überzeugen zu können, nicht aufgeben – trotz Vorfestlegung der SPD auf einen anderen Kandidaten.
Er betont, dass er kein Berufspolitiker sei, sondern für ihn als Jurist auch immer die Tür zum Arbeitsmarkt offenstehe. „Mich werden Sie auch wieder los, für mich muss nach der Amtszeit kein Versorgungsposten gesucht werden“, sagt er mit einem Schmunzeln.
Quelle: Nordsee-Zeitung. Wiedergabe zur Dokumentation der Medienberichterstattung.